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Nußdorf ob der
Traisen. 1083 erscheint der Ort erstmals mit dem Namen "Nuzdorf" in
einer Urkunde des Stiftes Göttweig: "3 Weingärten zu
Nuzdorf werden dem Stifte geschenkt".
Also offenbar eine Schenkung im
Gründungsjahr des Stiftes. Diese Urkunde bezeugt aber auch
gleichzeitig, dass der Weinbau in unserer Gegend längst
heimisch war und vermutlich schon seit der Römerzeit betrieben
wurde. Die Schreibweise des Namens hat sich im Laufe der Zeit nur
unwesentlich geändert, er gehört zur großen
Gruppe Niederösterreichischer Ortsnamen auf die Endsilbe
"-dorf", deren Gründung im 9 Jahrhundert angenommen werden kann.
Die Katastralgemeinde
Franzhausen erscheint urkundlich um 1282, Neusiedl um 1300,
Reichersdorf um 1173, Ried um 1308 und Theyern um 1072. Die zu
Franzhausen gehörige Rotte Fräuleinmühle
erscheint erstmals im Jahre 1299.
Wegen seines milden Kleinklimas
wird Nußdorf gerne das Meran des unteren Traisentals genannt,
hier wird reicher Wein- und Obstbau kultiviert. Und so finden wir
köstliche Äpfel, Marillen, Pfirsiche, Zwetschken und
Weichseln bis hin zu Ribiseln.
Der größte
Teil der Gemeinde breitet sich auf einer Terassenstufe des unteren
Traisentals aus, in einer durchschnittlichen Seehöhe von 249
Metern. Auf den mit Löß bedeckten Hängen reifen
das vom Klima begünstigte Obst und die Rebe, die den edlen und
geschätzten Tropfen hervorbringt.
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